Waldsterben in Honduras

Mehrere Millionen Bäume wurden in den letzten drei Jahren in Honduras gefällt. Eine aggressive Art des Borkenkäfers hatte riesengrosse Flächen von Pinienwälder angegriffen, und um einen Teil der Wälder schützen zu können, musste grossflächig gerodet werden.

 

Auch rund ums Casa Girasol sind abertausende Bäume verschwunden und wir spüren die Folgen bereits jetzt: Die Regenfälle verursachen grosse Erdrutsche der kahlen Böden, die Steppenbrände haben sich vermehrt und es liegt mehr Russ in der Luft, die Temperaturen haben sich erhöht, die Böden sind trockener geworden und den Menschen fehlt es an Bau- und Brennholz. Die Natur erholt sich nur sehr langsam von diesem Einschnitt. Letztlich ist alles eine Folge des Raubbaus an der Natur. Jahrzehntelang wurde gerodet und als Ersatz pflanzte man nur Pinien – da sie am schnellsten für Bauholz geschlagen werden können. Dass diese Art von Monokulturen aber grosse Nachteile mit sich bringen, hat das jüngste Beispiel eindrücklich gezeigt: Der Käfer befällt nur Pinien, aber da der Wald fast ausschliesslich aus Pinien besteht, verbreitet er sich wie ein Lauffeuer. Das befallene Holz ist zudem wertlos, da es zu sehr durchlöchert ist und muss verbrannt werden.


Richtig aufforsten

Unser Aufforstungs-Projekt soll langfristig durchdacht sein! Wir wollen eine grössere Anzahl an heimischen Bäumen züchten und pflanzen, um zukünftigen Parasiten-Epidemien vorzubeugen.

 

Um den Nutzen unserer Arbeit zu sichern, werden wir die Bäume zudem nur in kommunalen und gemeinnützigen Waldgebieten pflanzen. Unser Hauptziel ist die Bepflanzung von Quellgebieten, damit wir gleichzeitig auch das Quellwasser und somit die Wasserversorgung schützen.

 

Gleichzeitig werden wir auch Setzlinge kostenlos an die Bevölkerung abgeben, damit jeder auch bei sich zuhause einen Baum pflanzen kann. Im persönlichen Kontakt zur Bevölkerung können wir so den Umweltschutz thematisieren und fördern.